Schon als kleiner Junge hatte ich ein unbändiges Verlangen Gott näher kennen zu lernen. Ich hatte immer die Gewissheit, dass „irgendwo da draußen“ jemand sein musste, der die Strippen dieser Welt in der Hand hält.

So machte ich mich nun als Knirps auf die Suche. Im Laufe der Jahre besuchte ich (mit meiner Familie) verschiedenste Kirchen und Gemeinden.

Bei aller Verschiedenartigkeit dieser Gruppen gab es doch immer eine Gemeinsamkeit: Mein Hunger nach Gott wurde nie gestillt!

Schnell musste ich immer feststellen, dass die hohen Töne, die angeschlagen wurden, mich meistens ansprachen. Die Theorie schien zu stimmen. Aber wie sah es in der Praxis aus?

Nach dem Gottesdienst stieg ein Pastor rauchend in seinen  neuen Sportwagen und fuhr mit überhöhter Geschwindigkeit, nicht auf die spielenden Kinder achtend, vom Hof. Gut erinnern kann ich mich auch an den, der das Evangelium Gottes verkündigte, aber, von seiner Unenthaltsamkeit gepeinigt, Schwierigkeiten hatte seinen 150kg Körper die Predigt über auf den Beinen zu halten. Oder an denjenigen, der es ganz normal fand, dass sein Homosexueller Sohn immer Weihnachten „Ihr Kinderlein kommet“ auf der Blockflöte säuselte.

Selbst die fundiertesten Predigten dieser Menschen konnten in mir die Leere nicht füllen, nie verspürte ich eine Kraft, die mein Leben wirklich veränderte. Ich merkte, wo Theorie und Praxis nicht übereinstimmen, da ist ein totes Evangelium.

Von all diesen Erlebnissen total enttäuscht und durch verschiedenste Krisen in meinem Leben kraftlos und innerlich verletzt, wurde mir trotzdem die Gnade zuteil nicht von meiner Suche abzuweichen.

Irgendwo musste doch Gott erfahrbar sein- ich war so fest überzeugt von seiner Gegenwart.

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